Donnerstag, 16. November 2006, 20:00
Anirhtak Trio © PROMO
Anirahtak – voice
Ludger Singer – piano
Christian Ramond – bass
Anirahtak und Ludger Singer sind inzwischen alte Weggefährten. Mit ihrem Konzept »keine Noten«- kein Papier, kein Notenheft wird die Imagination stören, werden sie erstmalig von dem Kölner Kontrabassisten Christian Ramond unterstützt, beiden aus anderen Zusammenhängen wohlbekannt.
Dennoch, die drei werden nicht »nur« improvisieren, sondern sich dabei von Stück zu Stück aus ihrem individuellen Repertoire bedienen – jedoch ohne jede vorherige Absprache, unter Einbeziehung auch unvollständiger Fragmente, aus denen so etwas völlig Neues entsteht...irgendwo zwischen Jazz, Trash, Experiment und Trivialität, zwischen liebevoll-naiver und absurd-skurriler Grundstimmung.
Heinz Sauer/Michael Wollny © PROMO
Heinz Sauer – sax
Michael Wollny – piano
46 Jahre liegen zwischen den beiden »Eigensinnigen« (DIE ZEIT) – aber musikalisch könnten sich zwei Musiker kaum näher sein. Saxophonist Heinz Sauer, einst eine der prägenden, ganz großen Figuren des bundesdeutschen Nachkriegsjazz. Und Michael Wollny, die große junge Jazz-Entdeckung des Jahres 2005 in Deutschland. Geboren 1932 und 1978. Der eine groß geworden mit dem Jazz als Ausdruck des Neuaufbruchs nach dem zweiten Weltkrieg und einer verheerenden Diktatur. Der andere aufgewachsen in einer Zeit des Stile-Pluralismus, in dem musikalisch alles erlaubt ist und in der musikalische Symbole uneindeutig geworden sind, vielfältig schillern. Der eine relativ kahl, der andere ein Struwwelkopf. Aber beide eben mit jeweils einem ganz eigenen (musikalischen) Kopf ausgestattet. Beides Musiker von immenser Intensität. Sauer mit einem Saxophonton, den der Kritiker Ulrich Olshausen einmal mit strömender Lava verglichen hat, ein Ton, der sich mit elementarer Kraft ergießt und der dann in ganz vielen verblüffenden Farbnuancen verglimmt. Wollny mit seinen überraschenden Eruptionen am Klavier, seinen geistvoll nach allen Seiten stiebenden Klang-Splittern aus einer harmonisch völlig freien Welt, die die Frage nach Tonalität und Atonalität längst hinter sich gelassen hat. Und wenn sie spielen, spürt man sofort die starke Geistes- und Temperamentsverwandtschaft.
EINTRITT 14,-/ 10,- €
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